Design-Handbuch für Cisco Unity Connection 10.x
Dieses Design-Handbuch bietet umfassende Informationen zur Konfiguration, Skalierung und Integration von Cisco Unity Connection 10.x, einschließlich Netzwerkressourcen, Virtualisierung, Single Inbox und Migration.
Inhaltsverzeichnis
Wichtige Informationen aus der Anleitung
Dieses Design-Handbuch dient als umfassende Referenz für die Planung, Konfiguration, Skalierung und Integration von Cisco Unity Connection 10.x. Es richtet sich an Administratoren und Systemarchitekten, die für das Design von Sprachnachrichtensystemen verantwortlich sind.
Systemübersicht
Cisco Unity Connection ist eine Linux-basierte Sprachnachrichtenplattform, die für Unternehmen mit bis zu 100.000 Benutzern skaliert. Sie bietet Funktionen wie flexible Benutzeroberflächen, automatisierte Vermittlung, Spracherkennung und Integration mit Microsoft Exchange.
Netzwerkressourcen
Für den Betrieb sind bestimmte Netzwerkressourcen erforderlich, die stets verfügbar sein müssen:
- DHCP: Optional zur automatischen Netzwerkkonfiguration.
- DNS: Optional, aber empfohlen für die Namensauflösung.
- Microsoft Exchange: Erforderlich für Kalenderintegration und Single Inbox.
- LDAP-Verzeichnis: Optional für Synchronisierung und Authentifizierung.
Skalierung und Dimensionierung
Die Dimensionierung hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Audio-Codecs: Die Wahl des Codecs beeinflusst die Systemlast und die Speicherplatznutzung. G.711 mu-law ist der Standard.
- Voice Messaging Ports: Die Anzahl der benötigten Ports hängt vom Anrufaufkommen und der Nutzung von Funktionen wie TRAP (Telephone Record and Playback) ab.
- Speicherkapazität: Basierend auf der Anzahl der Benutzer und der durchschnittlichen Nachrichtendauer.
Netzwerkdesign
Unity Connection unterstützt verschiedene Netzwerktypen:

- HTTPS-Networking: Empfohlen für neue Netzwerke zur Verbindung von Unity Connection-Servern und Clustern.
- Legacy-Networking: Unterstützt SMTP-basierte Intrasite- und Intersite-Verbindungen.
- VPIM-Networking: Ermöglicht den Austausch von Sprach- und Textnachrichten mit anderen Messaging-Systemen.
Single Inbox
Die Single Inbox-Funktion synchronisiert Sprachnachrichten zwischen Unity Connection und Exchange-Postfächern. Wichtige Aspekte sind:
- Skalierbarkeit: Große Postfächer (> 2 GB) können die Leistung beeinträchtigen.
- Netzwerkanforderungen: Latenz und Bandbreite sind kritisch für die Synchronisierung.
- Microsoft Exchange-Konfiguration: Erfordert ein dediziertes Dienstkonto mit entsprechenden Berechtigungen.
Migration
Es gibt zwei Hauptstrategien für die Migration von Cisco Unity zu Unity Connection:
- Flash-Cut-Migration: Ein schneller Wechsel, bei dem die Infrastruktur parallel aufgebaut wird.
- Graduale Migration: Ein schrittweiser Prozess unter Verwendung von Intersite-Networking, um Benutzer in Gruppen zu migrieren.
LDAP-Integration
Die Integration mit einem LDAP-Verzeichnis ermöglicht:
- Benutzererstellung: Import von Benutzerdaten aus dem Verzeichnis.
- Datensynchronisierung: Automatische Aktualisierung von Benutzerdaten.
- Single Sign-On: Authentifizierung gegen das Unternehmensverzeichnis.
Telefonintegration
Unity Connection unterstützt verschiedene Integrationsmethoden:
- Cisco Unified Communications Manager: Integration über SCCP oder SIP.
- PIMG/TIMG-Einheiten: Für die Integration mit leitungsvermittelten Telefonsystemen.
- Cisco Unified SRST: Bietet Survivable Remote Site Telephony für Zweigstellen bei WAN-Ausfällen.
Hochverfügbarkeit (Cluster)
Ein Unity Connection-Cluster besteht aus zwei Servern (Publisher und Subscriber) in einer Active/Active-Konfiguration, um Hochverfügbarkeit und Redundanz zu gewährleisten.
Disaster Recovery
Tools wie das Disaster Recovery System (DRS) und die Cisco Object Backup and Restore Application Suite (COBRAS) sind für die Sicherung und Wiederherstellung von Daten unerlässlich.
Video-Begrüßungen
Ermöglicht Benutzern das Aufzeichnen von Video-Begrüßungen. Erfordert die Integration mit MediaSense und unterstützte Endpunkte (z. B. Cisco 99XX/89XX Serie, Cisco Jabber).
Fax-Server-Integration
Unterstützt die Integration mit Drittanbieter-Faxservern (z. B. OpenText RightFax, Sagemcom Xmedius) zur Verwaltung von Faxnachrichten über das Sprachnachrichtensystem.
Herstellerinformationen
Cisco Systems, Inc.
Praktische Hilfe
Typische Probleme
Überprüfen Sie die Anzahl der Verbindungen und die Latenz zwischen Unity Connection und Exchange. Erhöhen Sie ggf. die Anzahl der Verbindungen.
Stellen Sie sicher, dass MediaSense korrekt integriert ist, die Endpunkte unterstützt werden und die SIP-Trunk-Konfiguration korrekt ist.
Überprüfen Sie die Suchbasis, die Anmeldeinformationen des Administrator-Kontos und ob die Ports in der Firewall geöffnet sind.
Vor der Verwendung
- Stellen Sie sicher, dass die Netzwerklatenz für LDAP-Integrationen 80 ms nicht überschreitet.
- Überprüfen Sie die Kompatibilität der Audio-Codecs für die Telefonintegration.
- Stellen Sie sicher, dass die erforderlichen Ports in der Firewall geöffnet sind.
- Planen Sie die Kapazität für Voice-Messaging-Ports basierend auf der Anzahl der Benutzer.
- Konfigurieren Sie das Dienstkonto für die Single Inbox-Integration mit den erforderlichen Berechtigungen.
Technische Daten in der Praxis
- G.711 mu-law
- Standard-Audio-Codec für Unity Connection, bietet moderate Audioqualität.
- Single Inbox
- Synchronisiert Sprachnachrichten zwischen Unity Connection und Exchange-Postfächern.
- Cluster (Active/Active)
- Zwei-Server-Konfiguration für Hochverfügbarkeit und Redundanz.
Abbildungen und Diagramme
- Hub-Spoke-Topologie: Zeigt die Verteilung von Verzeichnisinformationen in einem HTTPS-Netzwerk.
- Cluster-Integration: Veranschaulicht die Verbindung zwischen Unity Connection-Servern und Cisco Unified Communications Manager.
Modellkompatibilität
- MeetingPlace Express wird mit Unity Connection 10.x nicht unterstützt.
- Intrasite-Networking wird mit Cisco Business Edition 5000 nicht unterstützt.
- Video-Begrüßungen erfordern MediaSense 10.0 oder höher.
Autor der Aufbereitung
Markus Weber
Dokumentationsanalyst
Bereitet PDF-Handbücher für klare Produktseiten auf und achtet darauf, dass technische Angaben präzise und nachvollziehbar bleiben.