Bedienungsanleitung für AVT PWMLEDz 10-Kanal-LED-Streifen-Controller
Umfassender Leitfaden für den AVT PWMLEDz 10-Kanal-LED-Controller. Erfahren Sie alles über Hardware-Versionen (P-MOS/N-MOS), Montage, Modbus- und SPPoB-Konfiguration sowie die Programmierung der PWM-Helligkeitskurven.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungen aus der Anleitung
Bild zum Vergrößern anklickenWichtige Informationen aus der Anleitung
Der AVT PWMLEDz ist ein 10-Kanal-Controller für 12V-LED-Streifen, der über Modbus oder das SPPoB-Protokoll gesteuert wird. Die Anleitung beschreibt zwei Hardware-Varianten (P-MOS und N-MOS), die Montage in einem Z-101-Gehäuse auf DIN-Schiene sowie die Konfiguration der Kommunikation. Für den Betrieb ist ein 12V-Netzteil erforderlich.
Produktbeschreibung
Das Gerät basiert auf dem Mikrocontroller STM32F103 und ermöglicht die individuelle Steuerung von 10 LED-Kanälen mittels PWM (Pulsweitenmodulation). Es ist in zwei Hardware-Versionen erhältlich: P-MOS (Schaltung der positiven Spannung) und N-MOS (Schaltung der Masse). Beide Versionen sind softwarekompatibel.

Montage und Installation
Die Platine ist für den Einbau in ein Z-101-Gehäuse auf einer DIN-Schiene vorgesehen. Bei der Montage in das Gehäuse müssen zwei Ecken der Platine gemäß der Markierung auf der Leiterplatte ausgeschnitten werden. Die Stromversorgung erfolgt über den Anschluss CON3 (12V DC). Achten Sie auf eine ausreichende Dimensionierung des Netzteils, da das Gerät bei hoher Last signifikante Ströme ziehen kann.

Kommunikation und Steuerung
Das Gerät unterstützt zwei Kommunikationsprotokolle:


- Modbus RTU: Standard-Protokoll für industrielle Anwendungen. Die Geräteadresse wird über die DIP-Schalter SW1 und SW2 eingestellt (Bereich 1-247). Die Registerkarte für Helligkeit und Übergangszeiten ist in der Anleitung detailliert aufgeführt.
- SPPoB: Ein vom Autor entwickeltes Protokoll für flexiblere Steuerungsmöglichkeiten. Die Befehlsstruktur und Paketbeispiele sind in der Anleitung enthalten.
Die Helligkeitssteuerung erfolgt über eine 8-Bit-Eingabe, die intern in eine 16-Bit-PWM-Auflösung umgewandelt wird. Eine Korrekturtabelle (PWM_LUT) sorgt für eine lineare Wahrnehmung der Helligkeitsänderungen.
Sicherheit und Schutz
Zum Schutz des Controllers sind folgende Komponenten vorgesehen:
- TVS-Dioden: Schutz gegen Überspannungen.
- Polymersicherungen: Schutz gegen Überstrom und Kurzschluss.
- Ferritperlen: Filterung von Störungen auf der Versorgungsspannung.
Es wird empfohlen, bei langen Leitungen zwischen Netzteil und Controller einen zusätzlichen schnellen Sicherungsautomaten in die 12V-Leitung einzubauen.
Herstellerinformationen
AVT
Praktische Hilfe
Typische Probleme
Überprüfen Sie die 12V-Spannungsversorgung, die korrekte Polung der LED-Streifen und ob die Hardware-Version (P-MOS/N-MOS) zu Ihren LEDs passt.
Prüfen Sie die RS-485-Verkabelung (A/B-Leitungen), die korrekte Einstellung der DIP-Schalter SW1/SW2 für die Geräteadresse und die Übertragungsparameter (19200 Baud, 8N1).
Passen Sie die PWM-Korrekturtabelle (PWM_LUT) an, um die Nichtlinearität des menschlichen Auges auszugleichen. Nutzen Sie dazu die bereitgestellte Excel-Datei (pwm_lut.ods).
Vor der Verwendung
- Wählen Sie die passende Hardware-Version (P-MOS oder N-MOS) basierend auf Ihren LED-Streifen.
- Stellen Sie sicher, dass das 12V-Netzteil für die Gesamtlast aller 10 Kanäle ausreichend dimensioniert ist.
- Konfigurieren Sie die Geräteadresse über die DIP-Schalter SW1 und SW2 vor dem Anschluss an den Bus.
- Überprüfen Sie die korrekte Montage der TVS-Dioden und Sicherungen, falls diese bestückt wurden.
- Stellen Sie sicher, dass die RS-485-Leitungen korrekt (A und B) angeschlossen sind.
Technische Daten in der Praxis
- PWM-Frequenz
- 550 Hz; sorgt für flimmerfreies Dimmen der LEDs.
- Max. Kanalbelastung
- 5 A pro Kanal; abhängig von der Leiterplattenauslegung und Kühlung.
- Schnittstellen
- RS-485 für Modbus RTU oder SPPoB.
- Versorgungsspannung
- 12 V DC nominal.
Abbildungen und Diagramme
- Rysunek 1: Blockschaltbild des Controllers mit Mikrocontroller, RS-485-Transceiver und Ausgangsstufen.
- Rysunek 2/3: Schaltpläne der Ausgangsstufen für P-MOS und N-MOS Varianten.
- Rysunek 7: Beispiel für die Modbus-Tester-Konfiguration zur Adressierung und Wertänderung.
- Rysunek 8/9: Paketstruktur für SPPoB-Befehle zur Helligkeitssteuerung.
Modellkompatibilität
- Kompatibel mit 12V-LED-Streifen.
- Hardware-Versionen P-MOS und N-MOS sind nicht untereinander austauschbar ohne Anpassung der Ansteuerung.
- Die Platine ist für den Einbau in ein Z-101-Gehäuse optimiert.
Autor der Aufbereitung
Laura Fischer
Fachredakteurin für Gebrauchsanleitungen
Beschreibt zentrale Funktionen, Einsatzbereiche und Hinweise aus Handbüchern in einer kompakten und nutzerfreundlichen Form.