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Bedienungsanleitung für Enersys SuperSafe SBS EON 100F Batterie

Erfahren Sie, wie Sie die Enersys SuperSafe SBS EON 100F Batterie in Hybrid-Anwendungen betreiben. Wichtige Hinweise zu Ladeparametern, Betriebstemperaturen, Lagerung und Datenaufzeichnung.

Inhaltsverzeichnis

Abbildungen aus der Anleitung

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Wichtige Informationen aus der Anleitung

Dieses Dokument enthält Betriebsanweisungen für die Enersys SuperSafe SBS EON Technologie in Hybrid-Anwendungen. Die Batterien sind für den Einsatz in Umgebungen ohne Netzstrom (z. B. Dieselgeneratoren, Windkraft, PV-Anlagen) konzipiert. Der Betrieb ist in einem Temperaturbereich von -40°C bis +50°C möglich, wobei +20°C für optimale Leistung empfohlen werden.

Anwendungen und Betrieb

Die Batterien unterstützen zwei Hauptbetriebsarten:

Abbildung 2: Zyklenlebensdauer in Abhängigkeit von der Entladetiefe.
Abbildung 2: Zyklenlebensdauer in Abhängigkeit von der Entladetiefe.
  • Hybrid-Betrieb mit voller Ladung: Rückkehr zum vollen Ladezustand zwischen den Entladezyklen.
  • Hybrid-Betrieb mit teilweisem Ladezustand (PSoC): Gezielter Betrieb im teilweisen Ladezustand zur Kostenoptimierung, mit regelmäßiger Rückkehr zur Vollladung.

Lagerung und Wartung

Die Lagerfähigkeit beträgt 2 Jahre bei 20°C. Höhere Temperaturen beschleunigen die Selbstentladung und verkürzen die Lebensdauer. Eine Auffrischungsladung (Freshening Charge) ist erforderlich, wenn die Leerlaufspannung (OCV) 2,10 V/Zelle erreicht oder die maximale Lagerzeit überschritten wird. Die Ladung sollte mit konstanter Spannung (2,29 bis 2,40 V/Zelle) für 24 Stunden erfolgen.

Abbildung 1: Zusammenhang zwischen Lagerzeit, Leerlaufspannung (OCV) und Ladezustand.
Abbildung 1: Zusammenhang zwischen Lagerzeit, Leerlaufspannung (OCV) und Ladezustand.

Ladevorgang und Parameter

Für eine optimale Lebensdauer gelten folgende Richtlinien:

Abbildung 5: Temperaturkompensation für die Ladespannung bei Schnellladung.
Abbildung 5: Temperaturkompensation für die Ladespannung bei Schnellladung.
  • Ladespannung: 2,35 bis 2,40 V/Zelle bei 20°C.
  • Ladestrom: Mindestens 0,1 C10 A, nach oben unbegrenzt.
  • Schnellladung: Empfohlen für häufige Entladezyklen; Gleichrichterspannung auf 2,35 bis 2,40 V/Zelle (bei 20°C) einstellen.
  • Temperaturkompensation: Bei zeitbasierter Ladung muss die Temperaturkompensation gemäß den Diagrammen in der Anleitung angewendet werden.

Entladung und Schutz

Um eine schädliche Tiefentladung zu vermeiden, sollte die Entladung bei Erreichen der konfigurierten Entladetiefe gestoppt werden. Bei 48V-Systemen wird beispielsweise eine Abschaltung bei 47,8V (1,99 V/Zelle) für 60% Entladetiefe empfohlen. In Notfällen (z. B. Generatorenausfall) sollten Lasttrennungen bei 47V (1,96 V/Zelle) und 46,3V (1,93 V/Zelle) konfiguriert werden.

Abbildung 3: Entladespannung unter Last in Abhängigkeit von der Entladetiefe.
Abbildung 3: Entladespannung unter Last in Abhängigkeit von der Entladetiefe.

Datenaufzeichnung

Zur Validierung von Garantieansprüchen wird empfohlen, folgende Daten regelmäßig zu protokollieren:

  • Aufzeichnungen der Inbetriebnahme-Ladung.
  • Anzahl der Zyklen und Entladetiefe (DoD).
  • Dauer der Entlade- und Ladezyklen sowie Ah-Durchsatz.
  • Details zum Ladespannungs-/Stromprofil der letzten 50 Zyklen.
  • Historie der Umgebungs- und Batterietemperaturen.
  • Zeitpunkt und Datum jedes Ereignisses (Start/Stopp von Entladung/Ladung/Generator).

Herstellerinformationen

EnerSys

Markenprofil

Praktische Hilfe

Typische Probleme

Hohe Selbstentladung

Überprüfen Sie die Lagertemperatur. Höhere Temperaturen als 20°C verkürzen die Lagerdauer und erhöhen die Selbstentladung.

Batterie erreicht nicht den vollen Ladezustand

Prüfen Sie, ob eine Auffrischungsladung (Freshening Charge) bei 2,10 V/Zelle erforderlich ist oder ob die Ladespannung korrekt eingestellt ist.

Gefahr der Tiefentladung

Konfigurieren Sie Lasttrennschalter (z. B. bei 47V oder 46,3V für 48V-Systeme), um die Batterie vor schädlicher Überentladung zu schützen.

Vor der Verwendung

  • Stellen Sie sicher, dass die Betriebstemperatur zwischen -40°C und +50°C liegt.
  • Führen Sie vor Beginn des zyklischen Betriebs eine Inbetriebnahme-Ladung (24 Stunden bei 2,40 V/Zelle ohne Last) durch.
  • Überprüfen Sie die Ladespannungseinstellungen (2,35 - 2,40 V/Zelle bei 20°C).
  • Richten Sie ein System zur Datenaufzeichnung ein, um Zyklen, Temperaturen und Ereignisse zu protokollieren.
  • Stellen Sie sicher, dass die Batterie bei Lagerung nicht über 20°C gelagert wird, um die 2-jährige Haltbarkeit zu gewährleisten.

Technische Daten in der Praxis

2,35 - 2,40 V/Zelle
Empfohlene Ladespannung bei 20°C für optimale Lebensdauer und Leistung.
DoD (Depth of Discharge)
Entladetiefe; ein kritischer Parameter, der für die Zyklenlebensdauer und Abschaltspannung überwacht werden muss.
OCV (Open Circuit Voltage)
Leerlaufspannung; dient zur Bestimmung des Ladezustands und zur Entscheidung, ob eine Auffrischungsladung nötig ist.

Abbildungen und Diagramme

  • Abbildung 1: Zeigt den Zusammenhang zwischen Lagerzeit, Leerlaufspannung (OCV) und Ladezustand bei verschiedenen Temperaturen.
  • Abbildung 2: Veranschaulicht die Zyklenlebensdauer in Abhängigkeit von der Entladetiefe.
  • Abbildung 3: Zeigt die Entladespannung unter Last in Abhängigkeit von der Entladetiefe.
  • Abbildung 4: Hilft bei der Bestimmung der Zeit bis zur Vollladung basierend auf Stromlimit und Entladetiefe.
  • Abbildung 5: Zeigt die notwendige Temperaturkompensation für die Ladespannung bei Schnellladung.

Modellkompatibilität

  • Die Batterie ist für Hybrid-Anwendungen (Dieselgenerator, Wind, PV) geeignet.
  • Bei PSoC-Betrieb (Partial State of Charge) ist eine regelmäßige Rückkehr zur Vollladung zwingend erforderlich.
  • Die maximale Batterietemperatur darf im Betrieb +50°C nicht überschreiten.

Autor der Aufbereitung

Thomas Schneider

Redakteur für technische Anleitungen

Prüft Bedienungsanleitungen mit Fokus auf Struktur, Sicherheitshinweise und schnelle Orientierung für Nutzerinnen und Nutzer.