Design-Leitfaden für Cisco Unity Connection 10.x
Dieser Design-Leitfaden bietet umfassende Informationen zur Planung, Skalierung und Konfiguration von Cisco Unity Connection 10.x, einschließlich Netzwerkressourcen, Virtualisierung, Migration und Integration.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungen aus der Anleitung
Zur Stelle im Text springenWichtige Informationen aus dem Design-Leitfaden
Dieser Leitfaden richtet sich an Systemadministratoren und Planer, die für die Konfiguration und das Design von Cisco Unity Connection 10.x verantwortlich sind. Er enthält wichtige Richtlinien für die Skalierung, Netzwerkressourcen, Integrationen und Hochverfügbarkeit. Beachten Sie, dass für die Installation und Konfiguration spezifische Integrationshandbücher und Systemanforderungen auf der Cisco-Website konsultiert werden sollten.
Systemübersicht
Cisco Unity Connection ist eine sprachbasierte Messaging-Plattform, die auf dem Linux-basierten Cisco Unified Communications Operating System läuft. Sie unterstützt bis zu 100.000 Benutzer und bietet Funktionen wie flexible Benutzeroberflächen, automatisierte Vermittlung, Speech Connect, Video-Begrüßungen und Single Inbox.
Planung und Skalierung
Die Skalierung erfordert die Berücksichtigung von Audio-Codecs, Voice-Messaging-Ports, Speicherplatz und Benutzeranzahl. G.711 mu-law ist der Standard-Codec. Die Verwendung von G.722 oder iLBC kann die Anzahl der unterstützten Ports reduzieren. Speicherplatzanforderungen hängen von der Art der gespeicherten Nachrichten (nur Voicemail oder auch Fax/E-Mail) ab.
Netzwerkressourcen
Für eine optimale Leistung müssen Ressourcen wie DHCP, DNS, Microsoft Exchange und LDAP-Verzeichnisse in unmittelbarer physischer Nähe (LAN) verfügbar sein. Latenzzeiten für LDAP-Verzeichnisse sollten 80 ms nicht überschreiten.
Virtualisierung
Unity Connection kann auf virtuellen Maschinen installiert werden. Die Skalierungsspezifikationen unterscheiden sich zwischen physischen und virtuellen Konfigurationen. Cluster können auf zwei virtuellen Maschinen oder einer Kombination aus virtuell und physisch installiert werden.
Vernetzung
Unity Connection unterstützt Legacy-Networking (SMTP), VPIM-Networking und HTTPS-Networking. HTTPS-Networking wird für neue Netzwerke empfohlen, um die Skalierbarkeit zu erhöhen. Legacy- und HTTPS-Networking können nicht gleichzeitig im selben Netzwerk verwendet werden.

Single Inbox
Single Inbox synchronisiert Sprachnachrichten zwischen Unity Connection und Exchange-Postfächern. Dies erfordert die Konfiguration von Unified Messaging Services. Die Synchronisierung unterstützt IPv4 und IPv6 (in Dual-Stack-Konfiguration).
Migration
Migrationen können als Flash-Cut oder schrittweise (gradual) durchgeführt werden. COBRAS ist das empfohlene Tool für die Migration von Benutzerdaten und Nachrichten. Eine schrittweise Migration erfordert Intersite-Networking.
Integration mit Telefonsystemen
Unity Connection integriert sich über SCCP oder SIP mit Cisco Unified Communications Manager und Cisco Unified Communications Manager Express. Für circuit-switched Telefonsysteme werden PIMG- oder TIMG-Einheiten benötigt.
Hochverfügbarkeit (Cluster)
Ein Cluster besteht aus zwei Servern (Publisher und Subscriber) in einer Active/Active-Konfiguration. Beide Server verarbeiten Anrufe, HTTP- und IMAP-Anfragen. Die Latenz zwischen den Servern muss bei WAN-Verbindungen sorgfältig geplant werden.
Disaster Recovery
Der Disaster Recovery System (DRS) ermöglicht manuelle oder geplante automatische Datensicherungen. COBRAS unterstützt die Wiederherstellung von Benutzerdaten, Call Handlern und anderen Konfigurationen.
Video-Begrüßungen
Video-Begrüßungen erfordern die Integration mit MediaSense 10.0 oder höher. Die Funktion ist auf bestimmte Endpunkte beschränkt und erfordert eine sorgfältige Planung der Bandbreite und der Region-Einstellungen in Cisco Unified CM.
Fax-Server-Integration
Unity Connection unterstützt die Integration von Drittanbieter-Faxservern (z. B. OpenText RightFax, Sagemcom Xmedius) über SMTP. Die Verwaltung der Faxnachrichten erfolgt auf dem Faxserver.
Survivable Remote Site Voicemail (SRSV)

SRSV bietet eine Backup-Voicemail-Lösung für Zweigstellen bei WAN-Ausfällen. Es arbeitet mit Cisco Unified SRST zusammen und synchronisiert sich automatisch mit dem zentralen Server, sobald die Netzwerkverbindung wiederhergestellt ist.
Herstellerinformationen
Cisco Systems, Inc.
Praktische Hilfe
Typische Probleme
Überprüfen Sie die Anzahl der Verbindungen (Threads) und die Latenz zwischen Unity Connection und Exchange.
Stellen Sie sicher, dass MediaSense 10.0+ integriert ist und die Endpunkte unterstützt werden.
Überprüfen Sie die Suchbasis und die Berechtigungen des Administrator-Kontos im LDAP-Verzeichnis.
Vor der Verwendung
- Stellen Sie sicher, dass die Hardware-Spezifikationen den Anforderungen entsprechen.
- Überprüfen Sie die Latenz- und Bandbreitenanforderungen für WAN-Verbindungen.
- Stellen Sie sicher, dass alle erforderlichen Ports in der Firewall geöffnet sind.
- Planen Sie die Anzahl der benötigten Voice-Messaging-Ports.
- Stellen Sie sicher, dass die Zeit-Synchronisation (NTP) korrekt konfiguriert ist.
Technische Daten in der Praxis
- G.711 mu-law
- Standard-Audio-Codec für Unity Connection.
Abbildungen und Diagramme
- Netzwerktopologien zeigen die Verbindung zwischen Unity Connection, Gateways und Telefonsystemen.
- Cluster-Diagramme veranschaulichen die Hochverfügbarkeitskonfiguration mit Publisher- und Subscriber-Servern.
Modellkompatibilität
- Single Inbox über IPv6 wird nur für Exchange 2007, 2010 und 2013 unterstützt.
- Intrasite-Networking wird nicht für Cisco Business Edition 5000 unterstützt.
- Video-Begrüßungen sind in einer Active-Active-Cluster-Bereitstellung über WAN nicht unterstützt.
Autor der Aufbereitung
Markus Weber
Dokumentationsanalyst
Bereitet PDF-Handbücher für klare Produktseiten auf und achtet darauf, dass technische Angaben präzise und nachvollziehbar bleiben.