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Installationsanleitung für Hilti HIT-RE 100-HC Injektionssystem

Detaillierte Installationsanleitung für das Hilti HIT-RE 100-HC Injektionssystem. Erfahren Sie alles über Bohrverfahren, Reinigung, Injektion und Aushärtezeiten für Bewehrungsanschlüsse.

Inhaltsverzeichnis

Abbildungen aus der Anleitung

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Wichtige Informationen aus der Anleitung

Dieses Dokument enthält die technische Bewertung und Installationsanleitung für das Hilti HIT-RE 100-HC Injektionssystem. Es ist für die Verwendung bei nachträglichen Bewehrungsanschlüssen in Normalbeton konzipiert. Die Einhaltung der beschriebenen Verfahren ist für die strukturelle Integrität und die angenommene Nutzungsdauer von 120 Jahren zwingend erforderlich.

Produktbeschreibung

Das System besteht aus dem Injektionsmörtel Hilti HIT-RE 100-HC (Epoxidharzsystem mit Zuschlag) und den entsprechenden Stahlelementen (Bewehrungsstäbe mit Durchmesser 8 bis 40 mm). Der Mörtel wird in ein gebohrtes Loch injiziert, um eine Verbundverankerung zwischen dem Beton und dem Bewehrungsstab herzustellen.

Bohrlochherstellung

Die Bohrlochherstellung muss gemäß den Spezifikationen erfolgen, um eine korrekte Verankerung zu gewährleisten. Zulässige Verfahren sind:

  • Hammerbohren (HD)
  • Druckluftbohren (CA)
  • Diamantbohren (trocken oder nass)

Vor dem Bohren muss carbonisierter Beton entfernt und die Kontaktfläche gereinigt werden. Bei Fehlbohrungen müssen diese mit Mörtel verfüllt werden.

Reinigung des Bohrlochs

Eine saubere Bohrung ist entscheidend für die Tragfähigkeit. Unzureichende Reinigung führt zu schlechten Lastwerten. Je nach Bohrverfahren und Durchmesser sind unterschiedliche Reinigungsschritte erforderlich:

Reinigungsmethoden für Bohrlöcher
Reinigungsmethoden für Bohrlöcher
  • Handreinigung (MC): Für Durchmesser bis 20 mm und Tiefe bis 10-fachem Durchmesser. Verwendung der Hilti Handausblaspumpe und Stahlbürste.
  • Druckluftreinigung (CAC): Für alle Durchmesser. Verwendung von ölfreier Druckluft (min. 6 bar) und passender Luftdüse.
  • Automatische Reinigung (AC): Während des Bohrens mit Hilti TE-CD oder TE-YD Systemen und angeschlossenem Staubsauger.

Injektion und Montage

Vor der Injektion muss der Bewehrungsstab trocken und frei von Öl oder anderen Verunreinigungen sein. Die Setztiefe sollte am Stab markiert werden.

Vorbereitung der Injektion
Vorbereitung der Injektion
Setzen des Elements
Setzen des Elements
  1. Vorbereitung: Hilti Statikmischer HIT-RE-M fest auf die Kartusche schrauben.
  2. Injektion: Den Mörtel vom Bohrlochgrund aus injizieren, dabei den Mischer langsam zurückziehen, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Das Bohrloch zu ca. 2/3 füllen.
  3. Setzen: Den Bewehrungsstab unter leichtem Drehen bis zur Markierung in das Bohrloch einführen.
  4. Aushärtung: Die Aushärtezeiten (siehe Tabelle B3) müssen strikt eingehalten werden, bevor das Element belastet wird.

Sicherheitshinweise

Vor der Arbeit ist das Sicherheitsdatenblatt (MSDS) zu lesen. Beim Umgang mit dem Injektionssystem sind geeignete Schutzbrillen und Schutzhandschuhe zu tragen.

Herstellerinformationen

Hilti

Markenprofil

Praktische Hilfe

Typische Probleme

Schlechte Lastwerte

Häufig verursacht durch unzureichende Bohrlochreinigung. Stellen Sie sicher, dass das Bohrloch frei von Bohrmehl und Staub ist.

Lufteinschlüsse im Mörtel

Vermeiden Sie diese, indem Sie den Mischer beim Injizieren langsam aus dem Bohrloch zurückziehen und den Bohrlochgrund zuerst füllen.

Mörtel läuft aus dem Bohrloch

Bei Überkopfmontage Stauzapfen und Verlängerungen verwenden, um den Mörtel im Bohrloch zu halten.

Vor der Verwendung

  • Bewehrungsstab auf Trockenheit und Sauberkeit prüfen
  • Setztiefe am Stab markieren
  • Bohrlochdurchmesser und -tiefe gemäß Tabelle B4/B5 prüfen
  • Umgebungstemperatur messen (beeinflusst Verarbeitungs- und Aushärtezeit)
  • Passende Bürste und Luftdüse bereitstellen
  • Sicherheitsausrüstung (Brille, Handschuhe) anlegen

Abbildungen und Diagramme

  • Anhang B7-B13 zeigen detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen für verschiedene Bohr- und Reinigungsmethoden.
  • Tabelle B3 gibt die Aushärtezeiten in Abhängigkeit von der Untergrundtemperatur an.

Modellkompatibilität

  • Geeignet für Bewehrungsstäbe von 8 mm bis 40 mm Durchmesser.
  • Zugelassen für Normalbeton der Festigkeitsklassen C12/15 bis C50/60.
  • Nicht für carbonisierten Beton ohne vorherige Vorbereitung geeignet.

Autor der Aufbereitung

Thomas Schneider

Redakteur für technische Anleitungen

Prüft Bedienungsanleitungen mit Fokus auf Struktur, Sicherheitshinweise und schnelle Orientierung für Nutzerinnen und Nutzer.